Die meisten schweren Verletzungen am Spielplatz sind durch Stürze verursacht.
Einflussfaktoren sind u.a. Körperstellung, Ungeschicklichkeit, Knochendichte, etc. die unabhängig von der Ausführung des Bodens am Spielplatz die Auswirkungen eines Sturzes beeinflussen.
Die schwersten Verletzungen sind dabei vorrangig Kopfverletzungen.
Deshalb wurde der Verringerung der Wahrscheinlichkeit schwerer Kopfverletzungen durch einen Sturz von Spielplatzgeräten bei der Normung Priorität eingeräumt.
Das Verhalten von Kindern auf Spielplätzen wird von verschiedenen Faktoren beeinflusst, wie Anwesenheit von Aufsichtspersonen, Angebot von Spielmöglichkeiten, aber auch das Vorhandensein von stoß dämpfenden Böden, das das bestehende Sicherheitsrisiko beeinflusst.
Kinder verlassen sich auf die ausreichende Stoßdämpfung des Bodens und berücksichtigen dies bei der Wahl des Risikos beim Spielen.
Wehe, wenn der Spielplatzboden bei einem Sturz nicht die angenommene Stoßdämpfung aufweist.
Es gibt viele verschiedene Ausführungen von stoß dämpfenden Spielplatzböden mit unterschiedlichen Eigenschaften und Leistungsmerkmalen.
Dies reicht von geschütteten Materialien wie Sand, Kies, Holzhackschnitzel, Rindenmulch, über synthetische Ausführungen wie Fallschutzplatten, EPDM-Belägen bis zu Rasen.
Es gibt aber auch Kombinationen, wo synthetische Materialien mit Substraten und Rasen kombiniert werden, wobei Substrate in den Zwischenräumen die Grundlage für das Wachstum des Rasens bieten.
In der ÖNORM EN 1177 - Stoßdämpfende Spielplatzböden - werden Anwender darauf hingewiesen, dass das Verhalten einiger Fallschutzmaterialien großen Schwankungen ausgesetzt und von den vorherrschenden Bedingungen abhängig sein kann, und dass sich die Prüfergebnisse für die Stoßdämpfung im Neuzustand voraussichtlich mit der Zeit oder den klimatischen Bedingungen ändern werden.
In der Praxis bedeutet das, dass die Funktionseigenschaften eines Spielplatzbodens schwanken und dies oft sehr von der Wartung abhängt.
Trockenperioden werden geschütteten Fallschutzmaterialien wie Sand, Kies, Holzhackschnitzel, Rindenmulch oder rein synthetischem Fallschutz nichts anhaben.
Rasen (auch in Kombination mit synthetischen Materialien) kann aber bei längeren Trockenperioden austrocknen und so verhärten, dass die Stoßdämpfung dann sehr stark vermindert ist.